2.Mai the Last Journey noch Gent kurz vor Calais

Am Morgen ist es am schlimmsten.Jeder Tag beginnt mit diesem flauen Gefühl und der stetigen Selbstversicherung, dass sie nicht greifbar da ist, mich nicht gleich diese schönen braunen Augen ansehen werden und kein Seufzen oder ein freudiges Hmpf mein Ohr erreichen wird. Ich öffne die Terrassentür und sehe sie freudig rauslaufen, schnuppern und pieseln. Es ist so unfassbar, dass jetzt jeder Tag ohne sie sein wird.
Ute hat geschrieben,die viele Anteilnahme tut mir gut.

Die Fähre steht mir bevor-auweia. Das letzte Mal vor über 20 Jahren mit Gabi in meinem roten Fiat Panda. Unmittelbar auf dem Fährplatz steig ich aus dem Auto aus und sage, sie möchte allein übersetzen, ich hätte zuviel Angst. Es war damals noch eins von diesen beeindruckenden Luftkissenbooten, eine Hoverspeed, deren Verkehr leider eingestellt wurde. Und es waren ja „nur“ 30 Minuten mit einer Selter in der einen und Gabis Hand in meiner anderen. Das der Körper und der Geist den unangenehmen Teil der Aufgeregtheit speichern, finde ich gerade lästig. Aber das letzte Mal hab ich es ja auch geschafft und London soll doch einige nette Milongas bieten…also los gehts.

Noch kurz am Rande: die WLAN Verbindung ist etwas knauserig hier, also muss ich sehr häufig zum erneuten Verbinden in den Flur des Hotels gehen. Das sieht dann etwa so aus wie oben…

5 Kommentare zu „2.Mai the Last Journey noch Gent kurz vor Calais“

  1. Ach Mensch, Patricia! Wie traurig. Verstehe Dich sehr gut und denk an Dich! Alles Liebe und sei gedrückt aus Schwäbisch Hall! Carolita

  2. Liebe Patricia,
    was für eine wunderbare Art die Trauer und den Abschied zu verarbeiten zu . Schöne Idee und es können die es wollen , Dich begleiten. Schöne Reisebeshreibung. Ich habe die ersten Wochen auch sehr viel geschrieben und hat mir sehr geholfen, tue es immer noch , aber schreibe nicht mehr soviel, die Trauer wird stiller. Durch denTod von Zorra sind mir viele Erinnerungen wieder hochgekommen, als unsere Hunde klein waren und wir uns im Park kennengelernt hatten, mit unseren kleinen und grossen Welpen, was für eine wunderbare Zeit, Nana musste dann leider noch diese schreckliche Hüft op über sich ergehen lassen, aber es war dann später sehr erfolgreich und hat ihr ein schmerzfreies und mobles Leben eingebracht. ich fand die ersten 3 Wochen nach Nanas Tod sehr schlimm und dachte genauso wie Du , was soll ich hier noch, aber wir haben hier unsere Aufgaben zu erledigen. Die Schutzlosigkeit ohne Zorra zu sein, kann ich gut verstehen , sie sind weg unwiederbringlich , und ein Teil von einem geht mit. Aber ich kann Dir sagen, es wird mit jedem Tag ein bisschen besser, aber Trauer ist nicht zu regulieren.
    Wir werden Sie nie vergessen und immer bei uns tragen , weil sie immer bei uns waren, in diesem Sinne du Mutige….
    herzliche Grüsse Sabine

    1. Liebe Sabine. Ja ich werde nie vergessen, wie wir mit Katja zusammen standen und herausstehenden Hüftknochen bei Nana begutachtet haben. Mensch, waren die jung und süß und trotzdem haben Sie auch von Anfang an unsere Herzen so eingenommen, dass wir die Bürde der Sorge um sie doch genauso gern getragen haben, nicht wahr? Sei ganz herzlich gegrüßt aus dem westlichsten Westen Englands!

  3. liebe sabine auch dir ein herzliches dankeschön für deinen kommentar nochmal und deine unterstützung. du weisst sicher, wie sehr das hilft, dieses wissen um euch da draußen bei mir-bei uns…danke dafür

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