Calias-Dover-London

Kennt Ihr noch Fred Feuerstein, wenn er YappaDappaDuh rief? So in etwa ging es mir heute auf der Fähre. Einfach nur große Freude und eine sehr entspannte Überfahrt. Die erwartete Angst blieb einfach aus -Juhuu!!! Angstfreies Reisen ist jetzt auch möglich!!!! Für manche mag das albern klingen, aber für die, die mich besser kennen sicher ein nachvollziehbarer Grund zum Feiern.
Ich bin so sehr stolz auf mich, dass ich die Reise trotzdem mache. Vielleicht ist das auch einfach bitter nötig, um mir zu beweisen, dass ich es kann, dass es weiter geht.
Wie oft habe ich gedacht, wenn Zora geht, geh ich gleich hinterher.
Für manchen Nicht-Tierbesitzer sicher absurd – doch Zora war ja einfach überall dabei. Wie oft hat sie die Herzen der Menschen geöffnet, die sie sahen? Die Fahrt nach Calais an Oostende und Brügge vorbei und der Blick auf die schönen saftigen Wiesen Belgiens trieb mir immer wieder die Tränen in die Augen, denn vor fast genau einem Jahr war ich mit Zora in Oostende im Urlaub. Ich hab mich heute auf der Fahrt nach Calais dabei ertappt, wie meine Hand nach hinten zur Rückbank wandert, wo Zora immer saß oder lag und ich sie entweder streichelte und sie ihren Kopf in meine Hand legte oder meine Hand ableckte – nicht nur wenn ich ihr von meinem guten Ziegenkäsebrot ein Stück abriss.
Es ist immer wieder wie eine Trennung von einem geliebten Menschen, einer innigen Liebesbeziehung, die zu Ende gegangen ist – nur hier absolut ohne Chance eines in diesem Fall ersehnten Wiedersehens.

Vorhin lief ich noch durch meine Weekend Umgebung in Greater London. Ich wohne hier in Plumstead , einem Arbeiterviertel. Ich bin nun schon fast 33 Jahre Kreuzbergerin und vor allem Berlinerin , aber hier hatte ich heute zum ersten Mal ein wenig Angst. Dabei wurde mir natürlich auch wieder klar, dass mir Zoras beeindruckendes Auftreten an meiner Seite sehr fehlt und so hatte ich plötzlich wieder das Bedürfnis, schnell in meine Unterkunft zurück zu eilen,um bei ihr zu sein-aber sie ist ja gar nicht da:weder zum Anfassen noch zumB eschützen. Meine Kamera half mir, diesen Moment zu überwinden und so fotografierte ich, denn die Leute, die hier leben, haben so eine Ausstrahlung von unglaublicher Würde.
Ich musste Zora jetzt auch wieder aus dem Auto holen – es fühlt sich einfach stimmiger an, wenn sie hier bei mir ist-in ihrer Urne.

Und bei all der immer wieder durchwachsenden Trauer ist da auch dieses starke Gefühl, dass das Leben noch andere Überraschungen und Wege für mich bereithält und dass ich einfach nur losgehen muss und dann werde ich schon sehen, wohin es mich führt….
In diesem Sinne hier noch einige Eindrücke vom heutigen Tage:

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Ein Gedanke zu „Calias-Dover-London“

  1. Liebe Patricia,

    ich denke oft an Euch – danke für den Blog und diese Möglichkeit teilzunehmen an Eurer Reise. Spannend was Ihr erlebt und ich finde auch: sehr stimmig. Bleib dran und mach weiter so!

    Morgen bin ich offline, freue mich aber schon am Montag wieder neues lesen zu können. Alles Liebe und viele gute Begegnungen

    Besos Birgit

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