11.Mai The Last Journey Zora

Am Morgen nach dem täglichen Nase streicheln auf dem Foto musste ich wieder weinen und war so unendlich traurig. (Ich tat das ganz leise, die andern schliefen noch im Haus und es ist hier sehr hellhörig und ich teile diesen Schmerz am liebsten mit mir selbst. )
Die Erkenntnis trifft mich zwischendurch immer wieder wie ein Schlag, dass ich sie außer auf Fotos nicht wiedersehen werde noch sie jemals wieder werde streicheln können.

Es ist einfach immer noch so unfassbar. Dennoch ist es ganz oft so, als hörte ich dann eine helle sanfte Männerstimme in mir, die für sie zu mir spricht und dann auf meine Klagen antwortet und mir sagt, dass sie bei mir ist. Mich stimmt das weder nachdenklich noch bekomme ich Angst. Ich nehme das einfach nur so hin. Ich wundere mich nur jedesmal ein wenig , weil ich denke, Zora war doch weiblich,seltsam dass sie eine Männerstimme hat.

Ganz ehrlich: Ist das Leben nicht wunderschön, dass es mich am Morgen noch so verzweifelt sein lässt und mir dann einen so schönen Tag schenkt? Das ist einfach unbeschreiblich. Allein schon die Begegnung mit Jeanne Moreau alias Margret zeigt eine ebenso unerwartete Entwicklung.
Ich bin so unendlich dankbar für all diese Erfahrungen.

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